Freitag, 30. August 2013

Kommunist gegen Kapitalist:

Messner: Warten wir die Wahlen ab.
Wenn alle Menschen, die uns schon einmal gewählt haben,
das diesmal tun und nicht wieder das kleinste Übel
der etablierten Parteien nehmen, ist der Einzug ins Parlament möglich.
Außerdem: Die KPÖ hat auch ein Leben außerhalb der
Wahlzeiten. In den Gemeinden entwickelt es sich gut.
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Raidl: Naja, werden'S nicht selbstgefällig: Bei den Wiener Wahlen haben sie 1,2 Prozent erreicht.
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Messner: Immerhin – und drei Bezirksräte.
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Messner: Der Markt, von dem Sie träumen, wurde doch längst ausgehebelt
und durch ökonomische Macht ersetzt.
Der heutige Kapitalismus wird von riesigen Konzernen dominiert,
die sich den Staat einkaufen, so wie sie es wollen.
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Raidl: Wenn einer ein Produkt auf den Markt bringt, das keiner will, kann er noch
so mächtig sein – und wird trotzdem untergehen.
Der Markt ist das demokratischste Prinzip, das wir haben,
eine tägliche Volksabstimmung. Ich gehe zum Billa und entscheide:
Kaufe ich Milch oder Butter?
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Messner: Wirklich demokratisch wäre, sich daran zu orientieren:
Was benötigt die Gesellschaft, wie produzieren wir das?
Dem Markt ist schnuppe, ob er ein Brot oder eine Pistole verkauft.
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Raidl: ...die Produktivkräfte! Nachzulesen bei Karl Marx. Es gibt keine
bessere Beschreibung des Kapitalismus, als im ersten Kapitel des Kapital.
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Messner: Wie sollen die strengeren Regeln je durchgesetzt werden?
Da stoßen wir wieder an die Macht der Konzerne:
Die Zahl der Lobbyisten übersteigt jene der Parlamentarier
um ein Vielfaches, und die Drehtüre
von der Politik zur Wirtschaft dreht sich immer flotter.

http://derstandard.at/1376535161657/Wer-jung-bleiben-will-muss-links-bleiben

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